Natürlich gesund
Gesundheit ist unser wertvollstes Gut. In einer immer hektischeren Welt sehnen sich viele von uns nach nachhaltiger Erholung, Stärkung und Regeneration. Genau hier setzt das neue Angebot Gesundheits-Zeit an: Grächen, ein traditionsreiches Walliser Feriendorf, auf 1'619 m Höhe gelegen und von majestätischen Berggipfeln umgeben, ist der ideale Ort für deine gesundheitsfördernde Auszeit.
Hier treffen alpine Natur, medizinische Angebote und touristische Infrastruktur unter einem ganzheitlichen Ansatz aufeinander. Das Konzept dahinter ist wissenschaftlich fundiert, medizinisch betreut und liebevoll gestaltet.
Warum Grächen
Höhenklima:
- Gelegen auf über 1'619 m Höhe
- Ideal für Menschen mit Lungenkrankheiten und Allergien
- Hausstaubmilben und verschiedene Pollenarten fehlen nahezu komplett
- Fördert die Leistungsfähigkeit von Lunge, Herz und Kreislauf
- Regt die Sauerstoffaufnahme und die Bildung roter Blutkörperchen an
300 Sonnentage im Jahr
- Fördert die natürliche Vitamin-D-Bildung
- Hebt die Stimmung und unterstützt die Ausschüttung von Glückshormonen
- Längere Schlechtwetterperioden sind äusserst selten
- Nebeltage bleiben selbst von Oktober bis Ostern die Ausnahme
Hervorragende Luftqualität
- Nahezu frei von Feinstaub und Stickstoffdioxid
- Teilweise autofreier Ortskern
- Über 60 % Waldanteil
- Ätherische Öle von Arven- und Lärchenbäumen wirken beruhigend und entzündungshemmend
Einzigartiges Klima
- Kältereize im Winter und milde Sommertemperaturen fördern die körperliche Resilienz
- Im Sommer nur selten Temperaturen über 25 °C
- Im Winter rund 30 Frosttage
- Angenehme Winde von meist 5 bis 15 km/h
Grächen ist der ideale Rückzugsort, um den Alltagsstress hinter sich zu lassen, tief zu regenerieren und die eigenen Energiebatterien wieder so richtig vollzutanken.
Was dich erwartet: Ein ganzheitlicher Ansatz für Körper und Geist
Gesundheits-Zeit verbindet die unberührte alpine Natur, eine erstklassige medizinische Infrastruktur und massgeschneiderte touristische Angebote zu einem harmonischen Ganzen. Bei uns stehts du als Individuum im Mittelpunkt.
- Fundierte medizinische Kompetenz: Mit dem modernisierten Ärztezentrum, unserer kompetenten Dorfapotheke und einer innovativen Physiotherapie-Praxis ist deine erstklassige medizinische Betreuung vor Ort jederzeit gesichert.
- Zertifizierte Gesundheits-Gastgeber: Unsere spezialisierten Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants tragen das Label „Gesundheits-Gastgeber“. Sie erfüllen unsere Kriterien und verwöhnen dich mit einer gesundheitsbewussten, regionalen Küche und einem erholsamen Wohlfühl-Ambiente.
- Natur & Komplementärmedizin im Einklang: Ergänzt wird das Angebot durch gezielte, gesundheitsfördernde Aktivitäten, meist in der freien Natur, sowie durch sanfte Therapiemöglichkeiten aus der Komplementär- und Alternativmedizin.
Ob Prävention, gezielte Regeneration oder einfach eine tiefenwirksame Auszeit – Gesundheits-Zeit bietet genau das, was dein Körper und deine Seele gerade brauchen.
Als 1909 mit dem Hotel Hannigalp das erste Hotel in Grächen eröffnet wurde, dachte wohl noch niemand daran, dass sich das beschauliche Bergbauerndorf zu einer bedeutenden Tourismusdestination entwickeln würde. Doch im Verlauf des 20. Jahrhunderts vollzog Grächen einen eindrücklichen Wandel.
Anfänglich reisten nur vereinzelt Gäste ins Dorf. Sie schätzten Grächen vor allem als Luftkurort, dessen gesunde Bergluft und mildes Klima Erholung und neue Kraft versprachen. So erstaunt es nicht, dass das heutige Hotel Grächerhof bei seiner Eröffnung im Jahr 1932 den Namen Hotel Kurhaus Grächen trug. Einen entscheidenden Impuls für den Tourismus brachten der Bau der Strasse von St. Niklaus nach Grächen (1953) sowie die Erschliessung der Hannigalp mit der ersten Bahn (1958). Dadurch wurde Grächen deutlich besser erreichbar und entwickelte sich zunehmend zu einem beliebten Sommerferienort. Immer mehr Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen entstanden, während Gäste aus nah und fern die Natur, die angenehmen Temperaturen und die Ruhe der Bergwelt genossen.
Bis in die 1970er-Jahre war Grächen vorwiegend auf den Sommertourismus ausgerichtet. Erst nach und nach entdeckten die Gäste auch die Reize der verschneiten Berglandschaft. Mit der Erneuerung der Hannigalpbahn sowie der Errichtung der Seetalbahn 1984 wurde das Wintersportangebot gezielt ausgebaut. Um die Jahrtausendwende verfügte Grächen bereits über zwölf Ski- und Sessellifte sowie siebzehn Hotels und Pensionen und hatte sich als Ganzjahresdestination etabliert.
Parallel zum touristischen Wachstum investierte Grächen früh in gesundheitsfördernde Infrastrukturen. Mit dem Bau des Vita-Parcours (1973), des Sportzentrums (1981/82), des Naturlehrpfads (1993) und des Kneipp-Gartens (1999) entstanden attraktive Angebote, welche Bewegung, Naturerlebnis und Erholung miteinander verbinden. Diese Einrichtungen unterstreichen bis heute den Anspruch Grächens, seinen Gästen nicht nur unvergessliche Ferien, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zu Gesundheit und Wohlbefinden zu bieten.
Diese Entwicklung ist kein Zufall. Die natürlichen Voraussetzungen Grächens – die Höhenlage, die reine Bergluft, die Ruhe und die intakte Natur – bilden seit jeher die Grundlage für Erholung und Wohlbefinden. Gesundheit war in Grächen nie ein kurzfristiger Trend, sondern schon immer ein wichtiger Bestandteil der touristischen Entwicklung.
Heute möchte Grächen diese Stärken noch bewusster nutzen und weiterentwickeln. Bestehende Angebote werden sichtbar gemacht, miteinander vernetzt, durch neue Angebote ergänzt und laufend weiterentwickelt. Diese Broschüre fasst die vielfältigen Möglichkeiten zusammen, die Grächen bereits heute für einen gesundheitsbewussten Aufenthalt bietet, und lädt dazu ein, sie neu zu entdecken.
Grächen ist der ideale Ort für alle, die Erholung, Bewegung und Natur verbinden und dabei ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten.
Erholung mit Erlebniswert. Grächen bietet weit mehr als Gesundheit allein. Grächen bietet authentisches Bergerlebnis für deine Gesundheit.
Als beliebter Ferienort punktet es mit einer idealen Kombination aus Aktivität und Entspannung, Kultur und Kulinarik:
• Über 250 km markierte Wanderwege,
darunter leichte Suonenpfade, Panoramarouten und Themenwege
• 38 km Winterwanderwege, 23 km Schneeschuhtrails
• 44 km bestens präparierte Skipisten bis auf 2'864 m Höhe, sowie ein Snowpark und
verschiedene Kinderparks
• Sportzentrum mit Natureisbahn
• Kneippanlagen im Wald und am See für Wassertherapie nach Sebastian Kneipp
• Vielseitiges Gastronomieangebot mit
regionaler, gesunder Küche
• Spiel- und Erlebnisangebote für Kinder und
Familien
• Kleine Kapellen, Brunnen, Stadel, traditioneller Dorfcharakter
• Veranstaltungen mit lokaler Kultur und Musik
Auch Begleitpersonen kommen in Grächen auf ihre Kosten. Der Ort ist überschaubar, naturnah und äusserst gastfreundlich. Eine Wohltat für Erholungssuchende.
Dem Himmel so nah. Die Hannigalp verbindet alpinen Genuss mit gesundheits-förderndem Aufenthalt.
Nur wenige Minuten mit der Gondel entfernt, liegt die Hannigalp auf 2'122 m Höhe. Oben angekommen, öffnet sich ein Panorama mit Sicht auf die Viertausender der Walliser Alpen. Hier oben atmet man freier, bewegt sich bewusster und fühlt sich fern vom Alltag.
Die Hannigalp eignet sich hervorragend für:
• Atemtraining in reiner Höhenluft
• Geführte Gesundheitswanderungen
• Meditative Aufenthalte und Gruppenangebote im Freien
Auch für Vorträge oder Seminare in naturnaher Umgebung bietet sie mit dem Matterhornsaal geeignete Räume.
Die Infrastruktur auf der Hannigalp umfasst:
• Ausgedehntes Biketrail- und Wanderwegnetz
• Familien-Bergrestaurant Hannigalp inkl. Matterhornsaal
• Familienpark inkl. Bike Park und Kiosk
• Fragender Rundweg
• SiSu’s Spieleweg
• KOOR Alpine Games
• Aussichts- und Fotopoints
Im Sportzentrum Grächen trifft aktive Erholung auf vielfältige Bewegungserlebnisse – eingebettet in die beeindruckende Walliser Bergwelt. Ob im Sommer oder Winter, bei strahlendem Sonnenschein oder als abwechslungsreiches Schlechtwetterprogramm: Das vielseitige Angebot schafft beste Voraussetzungen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.
Wer seine Fitness fördern oder einfach Freude an der Bewegung erleben möchte, findet ideale Möglichkeiten – vom Tennis- oder Badmintonplatz über das Training im Fitnessraum bis hin zur spektakulären Kletter- und Boulderwand. Der Kunstrasenplatz lädt zu packenden Fussballpartien unter freiem Himmel ein.
In der kalten Jahreszeit wird die Natureisbahn zum Treffpunkt für unvergessliche Wintermomente. Schlittschuhlaufen, Eishockey oder Eisstockschiessen verbinden Bewegung mit gemeinsamen Erlebnissen und stärken Ausdauer, Koordination und Wohlbefinden. Auch an regnerischen Tagen ist für Unterhaltung gesorgt – der Indoor-Spielplatz mit Hüpfburg sowie Tischtennis, Tischfussball und weiteren Attraktionen bietet beste Unterhaltung für Gross und Klein.
Ein weiteres Highlight ist der Robis Waldspielpark, wo sich kleine Entdecker nach Herzenslust austoben können. Auch die 18-Loch-Minigolfanlage sowie der Seilpark mit Routen für jede Altersklasse laden dazu ein, spielerisch aktiv zu sein.
Das Sportzentrum Grächen ist ein Ort, an dem Bewegung neue Energie schenkt, Gesundheit fördert und jede Jahreszeit ihre ganz eigenen unvergesslichen Momente bereithält.
Unsere Tochter wurde mit 6 Monaten krank, sehr krank, immer wieder hatte sie Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündungen mit Gesichtslähmung und vertrug kein Antibiotika.
Unser Arzt für Allgemeinmedizin schickte uns ins "Vallée du Rhone" in die Schweiz auf 1400 Meter. Wir fanden eine luxemburgische Familie, die eine Wohnung in Grächen besass.
Als unsere Tochter 11 Monate alt war, kamen wir zum ersten Mal nach Grächen. Nach den Ferien, 2 Wochen im Juli, brauchte unsere Tochter keine Medikamente mehr, auch in den darauf folgenden Monaten nicht.
Jedes Jahr verbrachten wir unsere Sommerferien in Ihrem schönen, ruhigen Dorf/Grächen.
Nach ein paar Jahren als unsere Kinder grösser wurden, kamen wir im Sommer und im Winter in den Schnee. Von Infekten an den Atemwegen/Ohren war keine Spur mehr, wir, die ganze Familie, wurden nicht mehr krank :) Also das Klima hat geholfen.
1985 waren wir zum ersten Mal in Grächen und jetzt kommen schon die Enkel mit, und viele Freunde/Familien. Diesen Januar waren wir mit 14 in Grächen in den Skiferien.
Als ich 8 Jahre alt war, zogen wir in ein Haus mit Garten. Wir hatten bereits eine Katze, und da ich ein Einzelkind war und Tiere sehr liebte, bekam ich auch noch einen Hund und ein Kaninchen.
Ich war natürlich überglücklich, bis ich immer öfter krank wurde (es begann mit einer Art Bronchitis) und schließlich unter heftigen Atemnotanfällen litt, bei denen ich fast erstickte. Ich ging von Arzt zu Arzt, weil niemand wusste, was los war. Asthma, aber wodurch verursacht? Starke Medikamente halfen zwar einigermaßen gegen die Atemnotanfälle, aber davon wurde ich sehr benommen und konnte mich in der Schule kaum konzentrieren. Ich konnte nicht mehr rennen, kaum noch normal gehen, weil mir dann die Luft ausging.
Ich wurde in einer isolierten Abteilung ins Krankenhaus eingeliefert. Dort lag ich etwa einen Monat lang und sie führten alle möglichen Tests durch, um die Ursache herauszufinden, da sie vermuteten, dass es sich um eine Allergie handelte. Zu dieser Zeit waren sie jedoch noch nicht sehr weit fortgeschritten. Die Untersuchungen ergaben, dass ich gegen alle Tiere mit Fell allergisch war, insbesondere gegen Pferde und Hunde und in geringerem Maße gegen Katzen und andere kleine Haustiere. Aber man dachte, dass es mit Medikamenten besser werden würde. Ich durfte nach Hause. Alle waren glücklich, aber am selben Abend bekam ich wieder einen so heftigen Atemnotanfall, dass wir sogar ins Krankenhaus mussten, um eine Spritze zu bekommen.
Daraufhin beschlossen meine Eltern, dass die Haustiere weg mussten (der Hund konnte zum Züchter zurück, die Katze war krank und würde bald sterben, und das Kaninchen konnte bleiben, weil es draußen lebte und meine Mutter sich darum kümmern konnte). Ich wurde auch von einem Allergologen behandelt, der mir jede Woche eine Spritze mit Antikörpern gab. Dies diente dazu, eine Resistenz aufzubauen. Aber das funktioniert nicht von einem Moment auf den anderen. Das ist ein langer Prozess. Meine Mutter war verzweifelt und fragte den Hausarzt, ob es wirklich nichts gäbe, was helfen könnte. Nun ja, sagte er. Ich weiß nicht, ob es finanziell machbar ist, aber es würde helfen, wenn sie in die Berge fahren könnte, mindestens auf über 1.000 Meter, weil dort die Allergene nicht so aktiv sind. So könnten meine Lungen gereinigt werden und wieder Widerstandskraft aufbauen.
Im Dezember fuhr ich dann mit meiner Mutter für ein paar Wochen nach Beatenberg (Berner Oberland). Das hat sehr geholfen! Nach zwei Wochen kam mein Vater mit dem Zug in Interlaken an und ich rannte ihm entgegen, obwohl ich bei meiner Abreise kaum normal laufen konnte. Er traute seinen Augen nicht!
Seitdem waren meine Eltern überzeugt. Wir fuhren dreimal im Jahr in die Schweiz. Am liebsten drei Wochen lang. Laut Ärzten eine Woche, um sich zu erholen, eine Woche zum Aufbau und eine Woche als Reserve. Wenn wir das taten, konnte ich wieder eine Weile zu Hause aushalten.
Die Mietwohnungen waren meist nicht sehr gemütlich, schon gar nicht zu dieser Zeit. Kein Fernseher, kein Internet usw. Für meine Mutter, die mit mir allein war, war das auch nicht immer angenehm.
Mein Vater schlug dann vor, zu schauen, ob wir irgendwo in der Schweiz eine Wohnung oder ein Häuschen kaufen könnten. Der Eigentümer des Hauses, das wir ein paar Mal gemietet hatten, schlug vor, uns einmal im Wallis umzuschauen. Dort sei es sehr schön und noch einigermaßen erschwinglich. Das haben wir getan, und nachdem wir zunächst im französischsprachigen Teil begonnen hatten, kamen wir eines Tages in Grächen an. Das war im Sommer, und meine Eltern waren sofort begeistert. Sie fanden es sehr gemütlich. Die Atmosphäre war angenehm, und das Deutsch war (für sie) auch viel angenehmer. Wir verbrachten dann im Winter unsere Weihnachtsferien in Grächen, und danach suchten meine Eltern (vor allem meine Mutter) nach Möglichkeiten in Grächen.
Ziemlich schnell hatten sie sich für eine Wohnung in einem Haus entschieden. Aber ... meine Mutter fand die Idee eines eigenen Chalets doch sehr reizvoll, und so kam es dann auch, trotz der Warnungen meines Vaters, dass sie dann sehr viel Arbeit damit haben würde, da er wegen seines stressigen Jobs nicht viel Zeit hatte. Aber das nahm sie in Kauf. Also ... gesagt, getan. Sie kauften ein Grundstück und legten zusammen mit dem Bauunternehmer endgültig fest, wie das Haus aussehen und aufgeteilt sein sollte usw. 1977 wurde es dann fertiggestellt. Ich war damals 14 Jahre alt und hatte schon viel weniger Probleme mit meinem Asthma. Seit 1977 kommen wir jeden Urlaub nach Grächen. Im Sommer sogar 6 Wochen lang. Das hat meiner Gesundheit sehr gut getan. Ich habe keine Probleme mehr mit meinem Asthma (zumindest wenn ich Pferde, Hunde, Katzen usw. meide). Und seit ich erwachsen bin, komme ich auch immer wieder hierher. Auch unser Sohn kommt seit seiner Geburt hierher. Das Haus gehört inzwischen mir und wir sind sehr glücklich damit. Wir kommen gerne nach Grächen und hoffen, dass wir noch viele Jahre hierher kommen können.
Unser Studio in Grächen ist ein echtes Kind der Pandemie! Die lange andauernde Isolation mit all den fehlenden Sozialkontakten führten zum Schluss: Wir müssen uns eine Ferienwohnung kaufen, damit wir wenigstens wieder Tapetenwechsel haben. 2021 kauften wir unser Studio, das Mitte September 2021 bezugsbereit war. Seither verbringen wir so viel Zeit wie möglich in diesem herrlichen Bergdorf, das ich aus meiner Jugend kannte. Inzwischen können wir sagen, dass wir beinahe einen Drittel unseres Lebens hier in Grächen verbringen!
Kranke Lungen nehmen Luftverschmutzung rascher wahr als gesunde, doch auch umgekehrt ist man viel sensibler. Wenn wir also nach Grächen kommen und auf dem Dorfplatz aus dem Auto steigen, ist es für mich jedes Mal ein grossartiges Gefühl, hier angekommen zu sein; auch die Leistungsfähigkeit ist sofort grösser. Besonders aufgefallen war mir dies letztes Frühjahr, als wir am Tag nach dem Besuch beim Lungenarzt anlässlich meiner Covid/RSV-Erkrankung wieder hierhergekommen waren, um die Krankheit noch definitiv auszukurieren. Zuhause konnte ich kaum mehr gehen, war einfach nur müde und schlaff; ich ersorgte die gut 200 Meter, die ich vom Dorfplatz bis zur Wohnung zu Fuss zu gehen hatte. Aber siehe da, von engem und wenig Atem war nichts mehr zu spüren! Müde war ich zwar noch bis im Sommer, aber das enge Gefühl war weg.
In der Regel muss ich alle zwei Jahre einen Lungentest absolvieren, doch bei den drei Covid-Infektionen war der Abstand kürzer, da ich mich bei jeder Erkrankung diesem Test unterziehen musste. Seit wir regelmässig nach Grächen kommen, konnte mir mein Arzt indes stets die gleiche, gute Nachricht geben: Zurzeit habe ich kein Asthma, und auch die Bronchiektasie zeigt keine Entzündungen! Eine weitere glückliche Nachricht war auch, dass ich bei allen drei Covid-Infektionen keine bleibenden Schäden an meinen Lungen erlitten hatte, was keine Selbstverständlichkeit ist; manche gesunden Leute, die an Covid erkrankten, trugen bleibende Lungenschäden davon. Vielleicht hatte Grächen auch hier einen guten Einfluss.
Für mich steht ausser Zweifel: Grächen habe ich mein neues Lebensgefühl zu verdanken, wohlwissend aber, dass beide Krankheiten unheilbar sind, dass sie sich aber manchmal lange in einen «Dornröschenschlaf» begeben können.